IGbFD e.V.

5. Mai 2012 -Jede Barriere ist eine zuviel-

Protestsong zum 5. Mai. Hier können Sie ihn anhören.

Am 5. Mai 2012 fand der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Universitätsplatz in Fulda mit verschiedenen Aktionen statt. Dieser Tag wird in Deutschland von der „Aktion Mensch“ koordiniert.

Gemeinsam mit dem Fuldaer Bündnis Aktion Grundgesetz hat sich die IGbFD an den Vorbereitungen für diesen Aktionstag beteiligt, was der Veranstaltung auch zu mehr Publikumswirksamkeit verholfen hat.

Wir hatten einen Rollstuhlparcours aufgebaut, in dem unterschiedlich Alltagshürden nachgestellt waren, wie z.B. Schräge, Türe, unebener Belag, verschiedene Absätze Wippe. Fußgänger hatten die Möglichkeit den Umgang mit einem Rollstuhl zu üben und zu erfahren, welche Probleme ein Rollifahrer jeden Tag aufs Neue lösen muss. Außerdem hatten wir Schilder aufgestellt, die darauf hinwiesen, was in Fulda noch geändert werden muss: geeignete und gut nutzbare Behindertenparkplätze, Rollstuhltoiletten in der Gastronomie, Absenkungen statt Bordsteine, Rampen statt Stufen, Rederecht des Behindertenbeirates und dass die Barrierefreiheit so wichtig ist wie Brandschutz und Denkmalschutz.

Wir möchten noch mal darauf hinweisen, dass dies ein Protesttag für die noch nicht erfolgte Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist, die im Grundgesetz verankert ist. Dies wurde deutlich in der Protestrede unseres Vorsitzenden, der auch noch mal darum warb, dass der im August zu wählende Behindertenbeirat ein Rederecht in den Ausschüssen erhalten soll, wenn es um Fragen geht, die die Belange von Menschen mit Behinderung betreffen.

Es ist kein allgemeiner Aktionstag von Menschen mit Behinderung, der für ein nettes Miteinander wirbt. Es geht um die Einforderung von gesetzlich verankerten Rechten, auch wenn das in der Presse teilweise anders berichtet wurde und manch einem nicht so ganz klar ist.

Das Wetter spielte zwar nicht so recht mit und viele trauten sich nicht im Regen den Parcours zu durchfahren. Aber bei einigen siegte die Neugier und das Bedürfnis sich auch mal in die Lage von anderen zu versetzen.

Leider nahm der Schirmherr der Veranstaltung zwar am Fackellauf teil, fuhr aber nicht per Rollstuhl durch den Parcours trotz persönlicher Einladung. Dieser waren einige der Stadtverordneten gefolgt. Da es bei der Veranstaltung um das Thema „Barrieren“ ging und nicht um sportliche Aktivitäten, wäre das mehr als angebracht gewesen. Auch hätte es dem amtierenden Behindertenbeauftragten gut gestanden, wenn er zu jedem Stand gegangen wäre, um die ehrenamtliche Arbeit aller anwesenden Gruppen zu würdigen.

Zum Schluss möchten wir allen, die uns geholfen und unterstützt haben von ganzem Herzen danken. Hier sind viele ehrenamtliche Stunden geleistet worden.

Hier unsere Sponsoren, ohne deren Unterstützung wir das Alles nicht hätten stemmen können:

  • Spedition Zufall, Fulda
  • Sanitätshaus Keil, Fulda
  • Copy Schwob, Fulda
  • Schreiner Maul, Haimbach
  • Eisdiele Bonifatius, Fulda
  • Holzgroßhandlung Strupp, Fulda

Hier finden Sie einige Links zu guter Berichterstattung:

http://www.aktion-mensch.de/inklusion/aktionstag.php

http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=20589

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,29314/ticket,g_a_s_t